Stettiner Bahn: Fahren 2026 wieder Züge zwischen Angermünde und Passow?

Viele Pendler fragen sich, ob 2026 endlich wieder Züge zwischen Angermünde und Passow fahren. Klar ist bisher nur: Die Stettiner Bahn wird in zwei Abschnitten ausgebaut, die vollständige Inbetriebnahme ist erst Ende 2027 geplant. Was das konkret für deine Fahrten bedeutet, liest du hier.

Wir haben eine Leserfrage bekommen:
Wird die Regionalbahn von Berlin-Gesundbrunnen Richtung Stettin im Abschnitt Angermünde–Passow im nächsten Jahr wieder fahren – oder bleibt es bei Bussen?

Die kurze Antwort:
Aktuell sieht es leider nicht danach aus, dass 2026 alles wieder „normal“ auf der Schiene läuft. Hier erklären wir dir, warum.


Was ist das Problem auf der Stettiner Bahn?

Die Bahnstrecke zwischen Berlin und Szczecin (Stettin) wird seit einigen Jahren umfangreich ausgebaut. Ziel ist eine durchgehend zweigleisige, elektrifizierte Strecke mit bis zu 160 km/h – also schnellere Verbindungen und mehr Züge.

Mehr Hintergründe zum Thema findest du auch in unserem Beitrag zur Bahnverbindung Berlin–Stettin: „Bahnverbindung Berlin–Stettin: Was sich für die Uckermark ändert“ auf Uckermarkmagazin.de.

Für Fahrgäste bedeutet das aber: Zwischen Angermünde und Szczecin fahren derzeit keine Regionalzüge, sondern Schienenersatzverkehr mit Bussen. Das betrifft auch alle, die nur zwischen Angermünde und Passow unterwegs sind.


Zwei Bauabschnitte: Wo genau gearbeitet wird

Der deutsche Ausbau der sogenannten Stettiner Bahn ist in zwei Abschnitte aufgeteilt:

Abschnitt 1: Angermünde – Passow (ca. 19 km)

  • bestehende, bereits elektrifizierte Strecke
  • Erneuerung von Gleisen und Oberleitungen
  • Modernisierung des Bahnhofs Passow und weiterer Stationen
  • zusätzliche Überholgleise und neue Technik (ETCS)

Hier geht es vor allem darum, die bestehende Infrastruktur fit für höhere Geschwindigkeiten und mehr Verkehr zu machen.

Abschnitt 2: Passow – deutsch-polnische Grenze (ca. 30 km)

  • bisher nur eingleisig
  • wird zweigleisig ausgebaut
  • wird erstmals komplett elektrifiziert

Dieser Abschnitt ist aufwendiger, weil ein zweites Gleis gebaut und alles neu elektrifiziert wird.


Warum ist plötzlich von „Ende 2027“ die Rede?

Ursprünglich war die Gesamtinbetriebnahme der Ausbaustrecke für Ende 2026 geplant. Inzwischen hat die Deutsche Bahn aber klar gesagt:
Die Ausbaustrecke zwischen Angermünde und der deutschen Grenze soll erst Ende 2027 vollständig in Betrieb gehen.

Grund für die Verzögerung sind laut Bahn vor allem fehlende Fachkräfte in der Leit- und Sicherungstechnik – also bei der komplexen Steuerung der Strecke.

Wichtig:
Diese Angabe „Ende 2027“ bezieht sich auf die gesamte Ausbaustrecke Angermünde–Grenze, nicht nur auf einen einzelnen Abschnitt.


Fahren zwischen Angermünde und Passow 2026 wieder Züge?

Das ist genau die Frage aus der Leser-Mail – und leider gibt es darauf kein offizielles, separates Datum.

Was man sagen kann:

  • Der Abschnitt Angermünde–Passow ist der „erste Bauabschnitt“ und liegt laut bisherigen Infos im Plan.
  • Öffentlich kommuniziert die Bahn aktuell aber nur die Gesamtinbetriebnahme Ende 2027. Ein früherer Termin speziell für den Abschnitt Angermünde–Passow wird nicht genannt.
  • Realistisch ist deshalb davon auszugehen, dass auch 2026 auf der Relation Angermünde–Passow weiterhin mit Einschränkungen und Schienenersatzverkehr zu rechnen ist.

Oder in Alltagssprache:
Wer 2026 zwischen Angermünde und Passow unterwegs ist, sollte sich lieber nicht darauf verlassen, dass schon wieder durchgehend Regionalzüge fahren.


Was bedeutet das für Fahrgäste konkret?

Aktueller Stand:

  • Zwischen Angermünde und Szczecin fahren Busse im Schienenersatzverkehr (RE66/RB66).
  • Für jede Fahrt musst du die Verbindungen kurzfristig in der Fahrplanauskunft von Bahn oder Verkehrsverbund prüfen – Bauarbeiten und Ersatzverkehre ändern sich teilweise im Jahresverlauf.

Tipps für die Planung:

  • Verbindungen immer tagesaktuell in der Fahrplanauskunft checken
  • bei Umstiegen in Angermünde etwas Puffer einplanen
  • auf Hinweise zu geänderten Haltestellen des SEV achten

Warum wird überhaupt so groß umgebaut?

Der Aufwand ist hoch – aber am Ende soll sich für die Region einiges verbessern:

  • kürzere Fahrzeiten zwischen Berlin und Szczecin (geplant rund 90 Minuten, etwa 20 Minuten schneller als bisher)
  • mehr Züge auf der Strecke durch zweigleisigen Ausbau
  • durchgehende Elektrifizierung und moderne Technik (ETCS) für stabileren Betrieb

Kurz: Viele Jahre Baustelle – dafür später eine deutlich bessere Verbindung.


Wie machen wir im Uckermarkmagazin weiter?

Die Frage von unserem Leser zeigt, wie viele Menschen das Thema betrifft – Pendlerinnen und Pendler, Schüler, Reisende Richtung Polen.

Was wir planen:

  • Wir behalten die Infos von Bahn, VBB und Land im Blick
  • Wenn es konkretere Aussagen gibt, ab wann zwischen Angermünde und Passow wieder regulär Züge fahren, greifen wir das im Uckermarkmagazin erneut auf
  • Außerdem verlinken wir hier noch einmal unseren früheren Beitrag zur Strecke:
    Bahnverbindung Berlin–Stettin: https://uckermarkmagazin.de/news/bahnverbindung-berlin-stettin/

Wenn du selbst Erfahrungen mit dem Ersatzverkehr oder der Strecke hast, kannst du uns gern schreiben – solche Rückmeldungen helfen uns bei der Berichterstattung.

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