Die Demokratiekonferenz Uckermark hat in Angermünde gezeigt, wie lebendig Austausch und Engagement in der Region sind. Über 100 Teilnehmende diskutierten tagsüber in Aula und Foyer, am Abend waren es rund 150 – ein deutliches Signal für Interesse an Demokratie im Alltag.
Engagement-Marktplatz mit 17 Ständen
Im Foyer des Einstein-Gymnasiums trafen sich Initiativen, Vereine und Beratungsstellen. Von Tolerantes Brandenburg über Kreisvolkshochschule, Kreissportbund und Kreissportjugend bis hin zu Förderangeboten der Partnerschaft für Demokratie, dem Jugendforum und LEADER – ihr konntet Kontakte knüpfen, Fragen stellen und euch vernetzen.

Grußworte und Einordnung aus Landkreis und Stadt
Der 2. stellvertretende Landrat Henryk Wichmann gab einen kurzen Überblick über aktuelle Themen im Landkreis. Angermündes Bürgermeisterin Ute Erhardt betonte in ihrem Grußwort, wie wichtig „mehr zuhören“ für demokratische Kultur ist. Timo Reinfrank (Amadeu Antonio Stiftung) erinnerte daran, dass starke Zivilgesellschaft politische Verantwortung nicht ersetzt – sie braucht Unterstützung und Rückhalt.

Podium aus der Praxis: Zivilgesellschaft, die trägt
In der Gesprächsrunde, moderiert von Katja Geulen (Koordinierungs- und Fachstelle), standen Projekte aus dem Förderfonds stellvertretend für viele Aktivitäten in der Uckermark: generationenübergreifende Spiele-Nachmittage, Brunch aus aller Welt, Beteiligung im Kinder- und Jugendortsbeirat, Ehrenamts-Vernetzung. Dahinter steckt ein gemeinsamer Kern: ins Gespräch kommen, Nachbarschaft leben, Gesellschaft mitgestalten.

Themen aus dem Publikum
In kleinen Runden wurde deutlich, was euch gerade bewegt: Klimaschutz, der Umgang mit Polarisierung, dörfliche Vernetzung und die Verantwortung von Unternehmen. Die Demokratiekonferenz Uckermark machte sichtbar, wie breit das Spektrum ist – und wie sehr lokale Lösungen zählen.
Abendprogramm mit Michel Abdollahi
Unter dem Motto „Es ist unser Land“ diskutierte der Hamburger Journalist und Autor mit dem Publikum. Moderiert von Carla Kniestedt ging es um die Verletzlichkeit demokratischer Grundrechte, präsente rechte Rhetorik auf Marktplätzen und die Frage, wie Gegenrede im Alltag gelingen kann. Abdollahis Rat: Türen klopfen, Nachbarn ansprechen, menschlich bleiben, lösungsorientiert argumentieren.

Rahmen und Trägerschaft
Die Partnerschaft für Demokratie Uckermark ist seit 2007 Teil des Bundesprogramms Demokratie Leben des Bundesfamilienministeriums. Der Landkreis gehört zu über 300 Partnerschaften bundesweit. Die externe Koordinierungs- und Fachstelle liegt bei der Bürgerstiftung Barnim Uckermark.
Die Demokratiekonferenz Uckermark zeigte, wie viel in der Region bereits passiert, wenn Vernetzung, Zuhören und gemeinsames Handeln Raum bekommen

