Byzantinische Solidi, ein zerbrochenes Tongefäß und ein Hauch archäologischer Sensation
Wer hätte gedacht, dass beim Kartoffelsammeln ein Schatz ans Licht kommt? In Biesenbrow ist genau das passiert – und das Ergebnis dieser spannenden Geschichte könnt ihr euch ab sofort im Museum Angermünde anschauen: Die Rekonstruktion des sagenumwobenen Goldfundes ist jetzt Teil der Dauerausstellung.
Von der Legende zur Wissenschaft
Der Schatzfund, überliefert vom Angermünder Lehrer Wilhelm Dalichow, galt lange als vage Geschichte aus vergangenen Tagen. Erst im Jahr 2011 wurde durch ein wissenschaftliches Projekt unter Leitung von Dr. Felix Biermann klar: Der Fund ist echt. Münzen und sogar ein zerbrochenes Tongefäß wurden erneut entdeckt – alles aus dem 5. und 6. Jahrhundert.
Numismatische Puzzlearbeit mit Happy End
Der Bernauer Numismatiker Lothar Tewes sammelte 27 passende Solidi aus aller Welt – original byzantinische Goldmünzen, die dem historischen Fund so nah wie möglich kommen. Möglich wurde die Ausstellung dank Unterstützung von Stadt, Bürgerstiftung, Landkulturverein und privaten Spendern.

Feierliche Eröffnung mit viel Applaus
Am 10. Juli 2025 wurde der rekonstruierte Schatz feierlich im Haus Uckermark vorgestellt. Bürgermeisterin Ute Ehrhardt betonte die Bedeutung für die Regionalgeschichte, während Dr. Reinhard Schmook spannende Einblicke in die Rekonstruktionsarbeit lieferte. Lothar Tewes selbst war natürlich auch da – und ließ sich bei dieser Gelegenheit feiern.
Ein Schatz zum Staunen – täglich zugänglich
Die Sammlung ist in einer gesicherten Vitrine in der Bibliothek des Museums Angermünde ausgestellt und zu den regulären Öffnungszeiten für euch zugänglich. Ein Muss für alle Geschichts-Fans, Schatzjägerinnen und Neugierige!
📍 Museum Angermünde
Hoher Steinweg 17/18
16278 Angermünde
Tel.: +49 3331 297660
www.angermuende.de/museum
Öffnungszeiten
April – Oktober:
Mo–Fr 9–18 Uhr
Sa–So 10–17 Uhr
November – März:
Mo–Fr 10–16 Uhr
Sa–So 13–16 Uhr

